Überbick barrierefreie Querungsstellen

Systematik von Querungsanlagen analog EFA, Bild 5



    mehr »                        mehr »                        mehr »                        mehr »                        mehr »

Fußgängerquerungsanlagen werden in verkehrlicher und baulicher Hinsicht in Querungsanlagen mit und ohne Vorrang für den Fußgängerverkehr sowie mittels zeitlicher oder räumlicher Trennung unterschieden. Querungsstellen können sowohl an Kreuzungen bzw. Einmündungen oder auch zwischen diesen angelegt werden, dabei ist die barrierefreie Nutzung von differenzierter Fußgängergruppen zu berücksichtigen (z. B. Kinder, Senioren, mobilitätsbehinderte Menschen, wie mit Gehbehinderungen, Seheinschränkungen usw.). Daraus ergeben sich mit den entsprechenden verkehrlichen Anforderungen die gestalterische Ausbildung von Querungsanlagen.

Die räumliche Trennung des Fußgängerverkehrs vom übrigen Verkehr durch Über- oder Unterführungen innerhalb bebauter Gebiete ist nicht mehr zeitgemäß. Probleme bestehen für Menschen mit Behinderungen, weil derartige Anlagen in der Regel umständlich nutzbar sind und aufgrund negativer Eigenschaften wie Umweg, Steigung und mangelnde soziale Sicherheit (Angstraum) auch durch andere Fußgänger teilweise gemieden werden. Über- und Unterführungen sollen nur noch neu angelegt werden, wenn dies durch die topographischen Verhältnisse Vorteile für die Fußgänger bietet (EFA, 3.3.7.1).


Allgemeine Informationen

Die bauliche Gestaltung von barrierefreien Fußgänger-Querungsanlagen sind neben den Normen zur Barrierefreiheit diesbezüglich auch relevante Regelwerke der FGSV maßgebend. Sie dokumentieren den aktuellen "Stand der Technik", und vermitteln ebenfalls Verweisungen zur barrierefreien Nutzung von Verkehrsanlagen.

RASt 06
Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen
R-FGÜ
Richtlinien für die Anlage und Ausstattung von Fußgängerüberwegen
EFA 2002
Empfehlungen für Fußgängerverkehrsanlagen
ERA 2010
Empfehlungen für Radverkehrsanlagen
ESG 2011
Empfehlungen zur Straßenraumgestaltung innerhalb bebauter Gebiete
H SBÜ 2014
Hinweise zu Straßenräumen mit besonderem Überquerungsbedarf – Anwendungsmöglichkeiten des "Shared Space"-Gedankens
H BVA 2011
Hinweise für barrierefreie Verkehrsanlagen

Normen:
zur Umsetzung barrierefreier Querungsstellen:

DIN 32975:2009-12
DIN 32984:2011-10
DIN 18040-3:2014-12
DIN 32981:2018-06

Straßenverkehrsordnung:
mit Festlegungen zu Straßenquerungen:

§ 25 StVO Fußgänger
VwV-StVO zu § 25 Fußgänger
§ 26 StVO Fußgängerüberwege (FGÜ)
VwV-StVO zu § 26 Fußgängerüberwege


Hersteller barrierefreier Produkte: