Kreuzung mit abgesenktem Radweg

Anwendungsbeispiel Gesicherte Querungsstelle

Berühren Sie mit Ihrem Mauszeiger die Grafik, um die Unterschiede zwischen Begleitstreifen & Begleitfläche zu sehen.

Diese Ansichten entsprechen den konstruktiven Angaben vom LEITdetail 16:
"Getrennte Querungsstelle mit abgesenktem Radweg".

Hinweis:
Ausstattungselemente, z. B. Schilder, Straßenleuchten, Parkscheinautomaten, Poller usw., dürfen nicht im nutzbaren Gehwegbereich hineinragen. Schutzgeländer am Fahrbahnrand müssen visuell kontrastierend gestaltet sein und sind mit einer Tastleiste mit max. 15 cm über den Boden zu versehen, damit Menschen mit dem Langstock den Schutzgitter ertasten können.

Die Gestaltung dieser Verkehrsanlagen
entspricht u.a. folgenden Regelwerken und Normen:

RASt 06 (2006) - Richtlinie für die Anlage von Stadtstraßen
EFA (2002) - Empfehlungen für Anlagen des Fußgängerverkehrs
ERA (2010) - Empfehlungen für Radverkehrsanlagen
RiLSA (2015) - Richtlinien für Lichtsignalanlagen - Lichtzeichenanlagen für den Straßenverkehr
DIN 32984 (2011-10) - Bodenindikatoren im öffentlichen Raum
DIN 32975 (2009-12) - Gestaltung visueller Informationen im öffentlichen Raum zur barrierefreien Nutzung

Kurzerläuterungen

Bei dieser Straßenansicht handelt es sich um eine getrennte barrierefreie Querungsstelle mit zwei unterschiedlichen Radwegführungen. Darin sind zwei Varianten der Trennung der Verkehrsarten von Fußgängerverkehr und Radverkehr aufgezeigt.

1. Trennungsprinzip Radverkehr/Fußgängerverkehr
2. Trennungsprinzip Radverkehr/Kraftfahrzeugverkehr

Zu 1. Rad- und Gehwege die nebeneinander liegen, führen bei den blinden und sehbehinderten Fußgängern zu beängstigtem Verhalten, besonders beim Überqueren eines Radweges an der Kreuzung oder Einmündung, weil heranfahrende Radfahrer akustisch kaum wahrnehmbar sind. Eine Lösungsmöglichkeit zur unbehinderten Straßenüberquerung zeigt dieses Beispiel (im Bild rechte Straßenseite) mit der Absenkung des Radweges auf Fahrbahnniveau, die einige Meter vor der Fußgängerfurt erfolgt. Der Geh- und Radweg wird optisch und taktil deutlich voneinander durch einen 30 cm breiten erkennbaren Pflasterstreifen auf Gehwegniveau getrennt. Dadurch sind Sturzgefahren von Radfahrern und sehbehinderten Fußgängern ausgeschlossen.

Der Gehweg selbst wurde mit einer hellen rollstuhlgerechten Gehwegoberfläche ausgestattet und entlang an den Gebäuden mit einem kontrastierenden taktilen Oberstreifen aus Natursteinpflaster für Menschen die einen Langstock benutzen.

Zu 2. Bei Straßen mit geringer Verkehrsbelastung sollte der Radverkehr auf die Fahrbahn geführt werden, der wie hier links im Bild als Radfahrstreifen aufgezeichnet ist. Den Fußgängern steht somit ein kompletter Seitenraum zur Verfügung, der mit hohen Bordsteinen zur Fahrbahn eindeutig abgetrennt ist.

Zum rechtzeitigen Auffinden von Querungsstellen kann an den profilierten Bodenindikatoren anstatt kontrastierenden Begleitstreifen auch eine Begleitfläche eingebettet werden. Damit erhalten die lichtsignalisierten Übergänge eine auffallende Erkennbarkeit für alle Verkehrsteilnehmer.

(Bemaßungen und bautechnische Erläuterungen zu dieser Straßenansicht sowie weitere Zeichnungen finden Sie im Handbuch: "IM DETAIL - Taktiles Leitsystem im Verkehrsraum")


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